Aus(f)geflogen!

 Und dann sagen sie "die Anderen“ und natürlich nur gut gemeint in einer beinahe meditativen Stimme: 

"Na das wird schon wieder gut werden und vergehen werden sie auch diese Gefühle!"

 

In diesem Moment haben diese Worte keine Bedeutung mehr und ergeben auch keinen Sinn. Denn genau jetzt ...spüren wir das Ausmaß dieser unbändigen Kraft die von tief unten auftauchen will, sich zeigen mag!

 

Was tun...

mit diesen großen und kleinen Gefühlen, die uns überall erreichen!?!

Sie zerreißen, zerfetzen uns in Millionen kleine, mit Trauer gefüllten, mit Verletzung bespikten Teilchen. 

 

Fliehen, wollen wir, um uns nicht zu stellen.

Herausschreien wollen wir sie, egal wo wir sind. 

Weinen wollen wir, so laut wir können. 

Missachten wollen wir sie, an jedem neuen Tag. 

Wütend wollen wir sein, weil sie uns jede Sekunde unseres Lebens begleiten. 

Abstand wollen wir uns verschaffen, um zu erkennen woher sie kommen. 

 

So und weil, moderne und selbstbewusste Frau alles im Griff hat, gibt's natürlich für jedes Gefühl ein dazugehöriges HandBuch!

Hier liest man über Begriffe wie „Empty Nest Syndrom“, “Klimakterium“ und “PMS “. Das haut dann erst so richtig rein und trifft auf Unverständnis bei (noch) nicht betroffenen. Gekonnt und mit einem präzisen, messerscharfen Schnitt der Verachtung schneiden wir uns ab! 

Mit erstaunlicher Ignoranz, in der Reihe abseits des Spielfeldes, stehen dann Themen wie Verlust, Frust und  UnLust!

  

Nun stehen wir da!

Ein kurzer Blick zurück, vielleicht ein zögerliches „Danke“, aber aus der Praxis gesprochen, eher nicht und das wars!

 

Konfrontiert und doch reserviert betrachten wir sie, wie in einem Katalog, als würden sie uns nichts angehen, nicht zu uns gehören, diese undankbaren Gefühle!

 

Der Urauftrag ist erfüllt, die Speicher sind nur mehr halb voll, Pessimisten würden sagen halb leer.

Und dabei merken wir nicht mal, dass unsere unterdrückten Emotionen bereits am überlaufen sind. 

Und in einer stillen Stunde Fragen wir uns, was wir wirklich brauchen. 

 

Fakt ist - kümmern wir uns nicht um uns selbst - tut´s keiner!

 

Und ganz tief unten haben wir sie immer schon gespürt - die Sehnsucht -welche jahrelang verdrängt und verleugnet wurde. 

Wir brauchen Ruhe und wir brauchen Zeit....

Wir wollen um den Sommer unseres Lebens trauern, uns auf den Spätsommer einstimmen, achtsam und bewusst in einen neuen Abschnitt  wechseln. 

 

Also lassen wir sie fallen!

 

Unsere feinsäuberlich fürs Leben zurechtgeschnittenen Masken. 

Welche wir so sorgsam pflegen und hegen! Legen wir sie doch zur Seite. 

Bewahren sie auf, im Schaufenster der Erkenntnis  und stürzten uns in den wahren  Reichtum des Lebens. 

 

Es ist Zeit, unsere leeren Kornkammern neu zu füllen.

Es ist an der Zeit sich von alten Versprechungen, Glaubenssätzen und

Verhaltensweisen zu lösen. 

Es ist an der Zeit sich neu zu entdecken.

 

Denn... 

es ist möglich, das eigene Leben zu einem Kunstwerk der Freude zu formen. 

Es ist möglich, seine Visionen als eigene Erfahrung zu leben.

Es ist möglich eine Kehrtwende zu machen, um eine Schritt näher zu sich und seinem wahren Potenzial zu gelangen. 

Und es ist an jedem einzelnen Tag möglich, in liebevoller SELBSTFÜRSORGE

sich in seinem buntesten Farbenkleid zu zeigen. 

 

In aller Farbenpracht, P_Eli_Bie

 

 

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